Nach der Beatmesse zum Thema "verFLUCHT" im Oktober 2014
kam immer wieder die Frage:

Und nun? Was tun?

Diese Seite will erste Anregungen und Informationen geben,


Inzwischen hat sich hier im Veedel "Hallo in Sülz", die Willkommensinitiative Sülz&Klettenberg  gebildet. Das nächste Treffen ist am 


Mittwoch, 9. April 2016, um 19:30 Uhr in der Johanneskirche:
Willkommensinitiative Sülz-Klettenberg
Um 19:30 Uhr sind alle, die Infos zum bisherigen Werdegang der Initiative und zu den bisherigen Treffen bekommen möchten, sind herzlich eingeladen. Ab 20 Uhr startet das offizielle Treffen mit aktuellen Infos, Kennenlernen und Planungen, wie Flüchtlinge in unseren Veedeln willkommen geheißen werden können.


In der Willkommensinitiative Sülz-Klettenberg

treffen sich Menschen aus unserem Viertel, die gerne etwas zusammen mit Anderen für und mit Flüchtlingen machen möchten - selbst es hier noch keine Flüchtlingsunterkünfte gibt. Aber es gibt täglich neue Anfragen von Koordinatoren der Flüchtlingshilfe aus anderen Stadtteilen, die man wöchentlich durch einen Email-Rundbrief erfahren kann (zusammengefasst und verschickt durch Frau Ruppert, s.o.) Dadurch hat sich die anfängliche Ratlosigkeit, was und wie Unterstützung überhaupt sinnvoll ist und gebraucht wird, sehr geändert. Es haben sich inzwischen innerhalb der Willkommensinitiative Sülz-Klettenberg Untergruppen gebildet (u.a. Deutschlernen, Stadtspaziergänge, Kleiderkammer u.a.) Und es geht es auch darum, welches angefragte Engagement ich mir vorstellen kann und mit wem ich das zusammen machen mag. Sich dazu abzusprechen und kennenzulernen sind die regelmäßige Treffen (das nächste am 9.12.15) gedacht. Da es immer neue Anfragen gibt, ist ein Neueinstieg jederzeit möglich. Darüber hinaus sind natürlich auch eigene Ideen gefragt, wie man Flüchtlinge willkommen heißen kann.

Nähere Informationen bei Hannelore Ruppert: win.sk(ät)gmx.de
(win.sk steht für für WillkommensINitiative Sülz Klettenberg)


Über die Willkommensinitiative Sülz-Klettenberg wurde in der Presse berichtet:



Bisherige Veranstaltungen:

Mittwoch, 29.7.15, um 19:30 Uhr im Tersteegenhaus:
Willkommensinitiative Sülz-Klettenberg

Für diesen Abend sind folgende Schritte geplant:

a. Alle, die Infos zum bisherigen Werdegang der Initiative und zu den bisherigen Treffen bekommen möchten, sind herzlich eingeladen für 19.30 Uhr.

b. Ab 20 Uhr startet das offizielle Treffen mit aktuellen Infos und mit Zeit zum (noch) besseren gegenseitigen Kennenlernen.

c. Ab ca. 20.45/21 Uhr wollen wir gemeinsam zu Fuß den Ort aufsuchen, wo demnächst wahrscheinlich die Wohn-Container stehen sollen, am Anfang der Berrenratherstraße. (Fußweg ca. 10 Minuten)

d. Und anschließend trinken wir gemeinsam beim „Apostel“ in der Berrenrather Str. noch ein Glas Saft, Bier, Wein, um den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen und unsere Gedanken und Ideen nach diesem Ortstermin noch miteinander zu teilen.


Mittwoch, 4.2.15, um 20 Uhr im Tersteegenhaus:
Willkommensinitiative Sülz-Klettenberg
will als Gruppe die Ideen des Abends „Flüchtlinge willkommen heißen“ (s.u.)
konkret und gemeinsam umsetzen. Die Willkommensinitiative Sürth (Wisue) hat sich bereit erklärt, uns bei diesem Starttreffen mit ihren Erfahrungen zu unterstützen.

"Flüchtlinge willkommen heißen"
Abendgespräch am Sonntag, 25.1.15, um 19:30 Uhr im Tersteegenhaus:
Informationen und offenes Gespräch über die Flüchtlingsunterstützung in Köln

Frau Feils berichtet über die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK)
Pfarrer Mörtter erzählt von Erfahrungen in seiner Kirchengemeinde in der Südstadt.

So können unterschiedliche praktische Möglichkeiten von Flüchtlingsbegleitung und Willkommenskultur kennengelernt werden. Von diesen Erfahrungen können wir Impulse und Motivation für das eigene Weiterdenken und konkrete Handeln erhalten.

"Flüchtlinge willkommen heißen":
PDF mit Informationen und Anregungen
(Stand 25.1.15)


Wie kann man sich in Köln engagieren?

Willkommenskultur Köln: Netzwerk und Internetplatform
Kölner Willkommensinitiativen: Übersichtskarte  in Köln
Forum für Willkommenskultur: Beratung, wie man Flüchtlinge
in der Nachbarschaft willkommen heißen kann: Kontakt:
Thomas Zitzmann, zitzmann[ät]koelner-fluechtlingsrat.de


Es gibt eine große Vielzahl und Vielfalt von Möglichkeiten sich für Flüchtlinge zu engagieren: punktuell für ein paar Stunden oder längerfristig für ein größeres Projekt oder regelmäßige Treffen - je nach eigener Zeit, Stärken und Ressoucen, ob man sich lieber alleine oder gemeinsam mit anderen engagieren möchte.

Außer den stadtteilbezogenen Initiative, kann man sich auch bei den Institutionen und Organisationen engagieren, die in Köln mit Flüchtlingen arbeiten (s.u.). Sie alle bieten Beratungen an, wie man diese Arbeit ehrenamtlich unterstützen kann:

Ehrenamtliches Engagement beim Kölner Flüchtlingsrat
Beratung, was man tun kann und möchte

Mentoren/-innen für Flüchtlingsfamilien
 - Eine neue Willkommenskultur
Projekt des Kölner Flüchtlingsrats und der Freiwilligen-Agentur

"Außerschulische Betreuung von Flüchtlingskindern"
 - Projekt des Kölner Flüchtlingsrates

"Flüchtlingen als Menschen begegnen" - Ehrenamtsarbeit des Caritasverbandes für die Stadt Köln

Refugee Law Clinic Cologne – kostenfreie Rechtsberatung für Flüchtlinge und Asylbewerber
von Jurastudierenden der Universität Köln

Integrationslotsen – Begleitung bei Vorsorge und gesundheitlicher Aufklärung, Schulung durch DRK

Sachspenden (Kleidung, Bettwäsche, Handtücher Spielzeug, Möbel – in gutem Zustand!)
Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuz (DRK), Oskar-Jäger-Straße 101-103, 50825 Köln Braunsfeld:
Geöffnet werktags 11-13 Uhr – gut verpackt auch 6-22 Uhr in die Kleider-Container

Vermietung von Wohnungen:
Projekt Auszugsmanagement,  Kontakt: Havva Sari (0221-4 74 41 07-11);
auszugsmanagement@drk-koeln.de

Sprachförderung und Integrationskurse
Flüchtlingszentrum Fliehkraft Kontakt: Nahid Fallahi (0221-16 86 05 70); fallahi@fluechtlingszentrum.de
Caritas-Integrationsagentur (0221-9 85 77-6 00) 
Katholische Bildungswerk (0221-92 58 47 50)
Kölner Appell gegen Rassismus e.V., c/o Bürgerzentrum Ehrenfeld, Venloer Straße 429, 50825 Ehrenfeld


Wer arbeitet in Köln mit Flüchtlingen?

Stadt Köln: Flüchtlinge in Köln

Der Runde Tisch für Flüchtlingsfragen hat die Aufgabe, den Rat und die Verwaltung der Stadt Köln zu beraten. Mitglieder sind Vertreter verschiedener Gruppen und Verbänden, die mit Flüchtlingen arbeiten.  Erster Sprecher des Runden Tisches ist Pfarrer Jost Mazuch.

Kölner Flüchtlingsrat 

Kölner Flüchtlingszentrum „FliehKraft“

Flüchtlingsberatung der Diakonie Köln / Netzwerk „Menschen ohne Papiere“

Caritas: Unterstützung von Flüchtlingen und Zuwandernden

Deutsches Rotes Kreuz (DRK): Ehrenamtskoordination, Sachspenden, Gesundheitsberatung

Therapiezentrum für Folteropfer / Flüchtlingsberatung



Wo kann man sich weiter informieren?

Stadt Köln: Informationen zu Flüchtlingen in Köln

Neuigkeiten zur Flüchtlingspolitik /Unterbringung in Köln/Veranstaltungen u.a.:
kostenloser Newsletter beim Kölner Flüchtlingsrat

Flüchtlinge in Köln menschenwürdig unterbringen
- Stellungnahme der beiden großen Kirchen vom 20.10.2014: Pressegespräch und Wortlaut

Themenpaket "Vertreibung, Flucht, Asyl" der Ev. Kirche im Rheinland
mit Brief von Präses Manfred Rekowski an die Gemeinden vom 23.10.2014
und Beispielen für Engagement von Kirchengemeinden

"Aufnahme, Wohnraumversorgung und Unterbringung von Flüchtlingen"
- Positionspapier der Diakonie Deutschland vom August 2014

"Engagiert für Flüchtlinge in Köln" - Information und Unterstützung für Ehrenamtliche
- Veranstaltungsreihe des Katholischen Bildungswerks vom 9.9.2014 bis 16.4.2015

Ratgeber der Caritas für ehrenamtliches Engagement mit Flüchtlingen (Broschüre als PDF)

Aktionsmaterialien „Flüchtlinge Willkommen“ für junge Leute (youngcaritas)

Praxishilfe für Kirchengemeinden: „Flüchtlinge willkommen heißen, begleiten, beteiligen“
(Diakonie Hessen, Nov. 2013)

"Willkommen in Sürth: Flüchtlingswohnheim als Chance"

Kölner Stadtanzeiger: Themenseite "Flüchtlinge in Köln"



Demonstrationen

Die eher kleine Bewegung für Flüchtlinge und eine Willkommenskultur bekam eine neue Dimension, als seit Herbst 2014 Pegida gegen die sogenannte "Islamisierung" demonstrierte und dabei islamische Leute, Flüchtlinge und islamistische Terroristen in einen Topf warf und sie gleichermaßen zur angeblichen Gefahr hochstilisierte. Da wurde deutlich, dass "Fremdenfeindlichkeit" weniger ein Problem mit den Flüchtlingen aus der Ferne, sondern ein innerdeutsches Problem ist, das die deutsche Identität gefährdet. Wer definiert, was deutsch ist, wer zu Deutschland gehört? Die Demonstrationen von vielen tausend Menschen in Köln waren eine klare Absage gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus und hatten die Botschaft: "Köln ist bunt und vielfältig - und die Flüchtlinge sind willkommen!"


Mo 10.11.2014 um 17 Uhr:
„Den Mantel teilen“ – Solidarität mit den Flüchtlingen in Köln!

Kundgebung am Roncalli-Platz: frei nach St. Martin, als Zeichen der Solidarität, mit Laternen, klaren Aussagen und bewegendem Kulturprogramm.
Redner: OB Jürgen Roters, Hannelore Bartscherer, Claus-Ulrich Prölß
Künstler: Kather Dama + Gandi Mukli, Occupy Singers, Oper Köln, Gerd Köster, Schauspiel Köln, Wilfried Schmickler, Brings / Moderation: Wolfgang Schmitz
Für den Initiatorenkreis: Andrea Asch, Rolf Emmerich, Arsch Huh e.V, Hans Mörtter, Claus-Ulrich Prölß


Mi 10.12.2014 um 18:30 Uhr, Bahnhofsvorplatz
„Kein Mensch ist illegal“: bedingungsloses Bleiberecht für Flüchtlinge,
Anlass: Innenministerkonferenz in Köln mit Beratungen über Gesetzesänderungen im Asylrecht.


So, 14.12.2014 von 13:45-16:30 Uhr, Turiner Platz
"Du bes Kölle – Kein Nazis he op unser Plätz!“ ist die Reaktion auf den gewalttätigen Aufmarsch von 5000 rechtsradikaler Hooligans und Neonazis (HoGeSa) am 26.10.2014.
15.000 KölnerInnen demonstrieren drei Stunden lang für eine solidarische und tolerante Stadtgesellschaft und gegen Rassismus und Nationalismus - die Reden von Georg Restle, Jürgen Beckers, Martin Stankowski und Lamya Kaddors sind lesenswert! Bericht im Kölner Stadtanzeiger
Aufgerufen haben u.a.: Arschhuh e.V.,  Bündnis 90/Die Grünen, DGB, Festkomitee Kölner Karneval von 1823, Katholikenausschuss, Kein Veedel für Rassismus, Kölner Elf, Köln stellt sich quer, Partei Die Linke, Schauspiel Köln, SPD, Stern-Aktion „Mut gegen rechte Gewalt“, Verein EL-DE-Haus u.v.m.


Mo, 5.1.2015 um 17:30 Uhr, LVR-Gebäude in Deutz
"Köln stellt sich quer - kein Rassismus bei uns in Köln"
- Gegendemonstration zu "Kögida" (Kölner Ableger der Pegida),
Bericht des Kölner Stadtanzeigers.
Als Zeichen des Protests gegen Islam- und Ausländerfeindlichkeit war das Licht am Dom ("Ein dunkler Dom für ein buntes Köln"), auf den Brücken, am Rathaus, IHK und anderen öffentlichen Gebäuden abgeschaltet worden. Ein breites Bündnis von 57 gesellschaflichen Gruppen, Parteien, Verbänden, Vereinen stellte sich quer - und ca. 5000 Gegendemonstranten verhinderten, dass ca. 500 Kögida-Mitglieder durch Köln marschieren konnten. Nach dieser Niederlage wollte Pegida nur noch in der Landeshauptstadt Düsseldorf demonstrieren - aber dann wurde am 7.1.15 die Karrikaturisten von Charlie Hebdo in Paris brutal von Terroristen ermordet, und Pegida kündigte mittwochs wöchentlich Märsche durch Köln an.


Mo 14.1.2015, ab 18 Uhr am EL-DE-Haus, Appellhofplatz
Trauerkundgebung „Wir sind Charlie – Für Freiheit und Vielfalt!“
Aufgerufen hat das Kölner Bürgerbündnis „Köln stellt sich quer“: DGB Köln-Bonn, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, christliche, jüdische und muslimische Religionsgemeinschaften, AG Arsch huh, VVN-BdA, ver.di, IG Metall, Verein EL-DE-Haus u.v.a.
Der Kölner Schriftsteller Navid Kermani, Muslim iranischer Abstammung, hielt eine vielbeachtete Rede „Wir wehren uns!“ vor einigen Tausend KölnerInnen. Danach ging ein Trauergang zur Domplatte und vereinigte sich mit der Gegendemonstration von "Köln gegen rechts" zu insgesamt ca. 6500 Gegendemonstranten. Zur Kögida-Demonstration waren nur ca. 150 Leute gekommen, viele davon Hooligans. Bericht des Kölner Stadtanzeigers


Ergänzungen willkommen! Und Fortsetzung folgt.


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