Demonstrationen

Die eher kleine Bewegung für Flüchtlinge und eine Willkommenskultur bekam eine neue Dimension, als seit Herbst 2014 Pegida gegen die sogenannte "Islamisierung" demonstrierte und dabei islamische Leute, Flüchtlinge und islamistische Terroristen in einen Topf warf und sie gleichermaßen zur angeblichen Gefahr hochstilisierte. Da wurde deutlich, dass "Fremdenfeindlichkeit" weniger ein Problem mit den Flüchtlingen aus der Ferne, sondern ein innerdeutsches Problem ist, das die deutsche Identität gefährdet. Wer definiert, was deutsch ist, wer zu Deutschland gehört? Die Demonstrationen von vielen tausend Menschen in Köln waren eine klare Absage gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus und hatten die Botschaft: "Köln ist bunt und vielfältig - und die Flüchtlinge sind willkommen!"


Mo 10.11.2014 um 17 Uhr:
„Den Mantel teilen“ – Solidarität mit den Flüchtlingen in Köln!

Kundgebung am Roncalli-Platz: frei nach St. Martin, als Zeichen der Solidarität, mit Laternen, klaren Aussagen und bewegendem Kulturprogramm.
Redner: OB Jürgen Roters, Hannelore Bartscherer, Claus-Ulrich Prölß
Künstler: Kather Dama + Gandi Mukli, Occupy Singers, Oper Köln, Gerd Köster, Schauspiel Köln, Wilfried Schmickler, Brings / Moderation: Wolfgang Schmitz
Für den Initiatorenkreis: Andrea Asch, Rolf Emmerich, Arsch Huh e.V, Hans Mörtter, Claus-Ulrich Prölß


Mi 10.12.2014 um 18:30 Uhr, Bahnhofsvorplatz
„Kein Mensch ist illegal“: bedingungsloses Bleiberecht für Flüchtlinge,
Anlass: Innenministerkonferenz in Köln mit Beratungen über Gesetzesänderungen im Asylrecht.


So, 14.12.2014 von 13:45-16:30 Uhr, Turiner Platz
"Du bes Kölle – Kein Nazis he op unser Plätz!“ ist die Reaktion auf den gewalttätigen Aufmarsch von 5000 rechtsradikaler Hooligans und Neonazis (HoGeSa) am 26.10.2014.
15.000 KölnerInnen demonstrieren drei Stunden lang für eine solidarische und tolerante Stadtgesellschaft und gegen Rassismus und Nationalismus - die Reden von Georg Restle, Jürgen Beckers, Martin Stankowski und Lamya Kaddors sind lesenswert! Bericht im Kölner Stadtanzeiger
Aufgerufen haben u.a.: Arschhuh e.V.,  Bündnis 90/Die Grünen, DGB, Festkomitee Kölner Karneval von 1823, Katholikenausschuss, Kein Veedel für Rassismus, Kölner Elf, Köln stellt sich quer, Partei Die Linke, Schauspiel Köln, SPD, Stern-Aktion „Mut gegen rechte Gewalt“, Verein EL-DE-Haus u.v.m.


Mo, 5.1.2015 um 17:30 Uhr, LVR-Gebäude in Deutz
"Köln stellt sich quer - kein Rassismus bei uns in Köln"
- Gegendemonstration zu "Kögida" (Kölner Ableger der Pegida),
Bericht des Kölner Stadtanzeigers.
Als Zeichen des Protests gegen Islam- und Ausländerfeindlichkeit war das Licht am Dom ("Ein dunkler Dom für ein buntes Köln"), auf den Brücken, am Rathaus, IHK und anderen öffentlichen Gebäuden abgeschaltet worden. Ein breites Bündnis von 57 gesellschaflichen Gruppen, Parteien, Verbänden, Vereinen stellte sich quer - und ca. 5000 Gegendemonstranten verhinderten, dass ca. 500 Kögida-Mitglieder durch Köln marschieren konnten. Nach dieser Niederlage wollte Pegida nur noch in der Landeshauptstadt Düsseldorf demonstrieren - aber dann wurde am 7.1.15 die Karrikaturisten von Charlie Hebdo in Paris brutal von Terroristen ermordet, und Pegida kündigte mittwochs wöchentlich Märsche durch Köln an.


Mo 14.1.2015, ab 18 Uhr am EL-DE-Haus, Appellhofplatz
Trauerkundgebung „Wir sind Charlie – Für Freiheit und Vielfalt!“
Aufgerufen hat das Kölner Bürgerbündnis „Köln stellt sich quer“: DGB Köln-Bonn, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, christliche, jüdische und muslimische Religionsgemeinschaften, AG Arsch huh, VVN-BdA, ver.di, IG Metall, Verein EL-DE-Haus u.v.a.
Der Kölner Schriftsteller Navid Kermani, Muslim iranischer Abstammung, hielt eine vielbeachtete Rede „Wir wehren uns!“ vor einigen Tausend KölnerInnen. Danach ging ein Trauergang zur Domplatte und vereinigte sich mit der Gegendemonstration von "Köln gegen rechts" zu insgesamt ca. 6500 Gegendemonstranten. Zur Kögida-Demonstration waren nur ca. 150 Leute gekommen, viele davon Hooligans. Bericht des Kölner Stadtanzeigers


Ergänzungen willkommen! Und Fortsetzung folgt.