Kircheneintritt

Jederzeit bei den Pfarrerinnen und Pfarrern der Gemeinde. Machen Sie einfach einen Termin aus.

Möglich ist der Eintritt auch in der Kircheneintrittsstelle in der Schildergasse.

Warum tritt man (wieder) in die Kirche ein?
In der Kircheneintrittsstelle bekommt Pfarrer i.R. Eckart Schubert Antworten

Wer kann auf diese Frage besser antworten als diejenigen, die die Kirche verlassen haben und jetzt wieder zurückkehren? Sie hatten ihre Gründe zum Austritt und treten – zum Teil nach langen Überlegungen - jetzt wieder ein.

Als Gründe für den Austritt werden meist Ärger über die Kirche und über einzelne Pfarrer genannt, ebenso die Kirchensteuer. Ein entscheidender Punkt ist wohl der, dass man keine Erwartungen mehr an die Kirche hatte. Man brauchte sie nicht, man traute ihr nicht viel zu, es war nicht mehr „in“, in der Kirche zu sein.

Bei vielen hat sich diese Einstellung im Laufe des Lebens geändert. „Ich bin älter und reifer geworden“, sagen manche. Lebenserfahrung und Lebenskrisen, Krankheit und Sterben verstärken bei den über 55 Jährigen den Wunsch, eine – wie sie sagen – falsche Entscheidung wieder in Ordnung zu bringen. „Es hat mich lange bedrückt – jetzt komme ich zurück. - in die alte und zugleich die neue Heimat Kirche.“ „Ich bin immer mit der Kirche und dem Glauben an Gott verbunden geblieben“, führt eine andere aus. Die Rückkehr wird mit großer Erleichterung und Freude vollzogen - so wie es ist, wenn man einen großen Fehler korrigieren kann. Manche haben sich schon lange wieder ihrer Kirchengemeinde angeschlossen und nehmen am Gemeindeleben teil. Da fehlte nur noch der letzte Schritt. Das niederschwellige Angebot in der Eintrittsstelle macht es leicht, ihn zu gehen.

Die Mehrheit der Eingetretenen gehört der Altersgruppe der 25 bis 45 Jährigen an. Der Anlass für den Eintritt hängt oft mit Ereignissen des persönlichen Lebens zusammen: Hochzeit, Geburt des ersten Kindes, Taufe, Patenamt oder auch Schulbeginn werden genannt. In den Gesprächen wird deutlich, dass das gemeinsame Leben in der Familie durch die Zugehörigkeit zur Kirche eine neue Gestalt gewinnen soll. Die Geburt eines Kindes hat angeregt, über Gott und den Glauben neu nachzudenken. Die Menschen warten darauf, dass die Kirche durch ihren Segen dem Leben Halt gibt: „Die Kirche bietet Sinn und Orientierung“, heißt es.

Viele haben gute Erfahrungen mit Pfarrerinnen und Pfarrern z.B. bei Beerdigungen gemacht. Eine ansprechende Predigt und gute seelsorgerliche Begleitung bei Lebenskrisen eröffnen häufig den Zugang zur Kirche neu. Andere verweisen auf die vielen kulturellen und sozialen Aufgaben, die die Kirche wahrnimmt. Durch Zahlung der Kirchensteuer will man diese Arbeit unterstützen. Da gibt es diejenigen, die die Kirche in der Auseinandersetzung mit anderen Religionen stärken wollen. Aber es gibt auch die, die sie als Arbeitgeber brauchen.

Was ist mir die Kirche wert? In den Gesprächen zur Aufnahme werden viele Dinge nur angedeutet. Manches kann man erschließen. Die Eintretenden suchen die Gemeinschaft der Kirche als Bereicherung für ihr Leben. Sie fragen nach dem Glauben an Gott und man spürt, sie fragen nach der Kraft und dem Vertrauen, die man jeden Tag braucht.

Als Begrüßungsgeschenk wird ein Engel mit auf den Weg gegeben. Dazu ein Bibelvers, der helfen kann, auf die Fragen auch Antworten zu finden. „Es ist nicht leicht, den Glauben in einer nicht perfekten, veränderbaren Welt zu leben“, sagte ein Mann. Da ist es gut, zu wissen, dass andere Menschen mitgehen auf diesem Weg, dass die Gemeinde sich als offen und verständnisvoll erweist und dass man merkt, dass Gott alle trägt und erhält.

Eintrittsstelle im CityPavillon an der Antoniterkirche Schildergasse 

Öffnungszeiten: Mo – Do 11 – 18 Uhr; Fr. 11 – 14.30 Uhr; Sa 12 – 16 Uhr.

TEL    0221-660 57 200221-660 57 20
MAIL  eintritt@kirche-koeln.de
http://www.eintritt.kirche-koeln.de/