Taufe

Es gibt mittlerweile kein „richtiges“ Alter mehr für die Taufe.

In der Taufe wird einem Menschen Gottes Liebe zugesprochen und die Mitgliedschaft in unserer Kirche begründet.

In unserer Gemeinde werden Kinder (und Erwachsene) in der Regel im Sonntagsgottesdienst getauft, um so die Zugehörigkeit der Kinder zur Gemeinde zu betonen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, Kinder in einem speziellen Taufgottesdienst am Samstagnachmittag taufen zu lassen. Die Gemeinde freut sich, dass Kinder zu ihr gehören und heißt sie willkommen. Sie möchte den Eltern bei der religiösen Erziehung zur Seite stehen.

Auch zu Beratungsgesprächen, ob die (evangelische) Taufe das Richtige für Ihr Kind ist, sind wir gerne bereit.

Eltern, die ihre Kinder taufen lassen wollen oder Erwachsene, die getauft werden möchten, setzen sich mit dem Pfarrer ihres Bezirkes in Verbindung, um einen Tauftermin zu vereinbaren.
Ein persönliches Taufgespräch schließt sich an, um die Taufe vorzubereiten.

Voraussetzung für die Taufe in der evangelischen Kirche ist in der Regel, dass ein Elternteil evangelisch ist.
Bei Kindern unter 14 Jahren soll mindestens ein Pate oder eine Patin benannt werden. Paten oder Patinnen müssen einer christlichen Kirche angehören. Menschen, denen Sie eine besondere Verantwortung für Ihr Kind anvertrauen wollen, können, wenn sie nicht Mitglied einer Kirche sind, Taufzeugen oder Taufzeugin werden.
Bei konfessionsverbindenden Familien ist auch die Möglichkeit der Taufe unter Beteiligung eines katholischen Geistlichen gegeben.

Kleinkinder in unserer Gemeinde ...

Bedeutung der Taufe - Texte von Jugendlichen Täuflingen Juni 2005

Die Taufe ganz praktisch - Welche Rechte erwirbt man in der Kirche, wenn man getauft ist...

Wenn man getauft ist, tritt man der Kirche bei.
Wenn man der Kirche beitritt, darf man in der Kirche heiraten. Wenn man getauft ist, kann man Pate werden. Man gehört zu einer Gemeinde und kann dort Schutz suchen. Wenn man nicht getauft ist, kann man nicht konfirmiert werden. Wenn man getauft ist, kann man Pfarrer werden.

Das finde ich gut, weil ich so später kirchlich heiraten kann. Dass ist meine bösen Taten anonym gestehen kann und ich danach davon befreit bin.
Ich kann später auch das Presbyterium wählen,
damit meine Kinder (wenn ich Kinder habe)
guten Konfirmandenunterricht haben und viel über Gott und Jesus erfahren.

Was 13-Jährigen die Taufe für ihren Glauben bedeutet...

Das bedeutet für mich, dass ich den Heiligen treffe.
Dass bedeutet für mich, dass meine Seele gereinigt wird. In der Kirche kann ich alles rauslassen.

Die Taufe sagt mir: Gott lebt in mir, weil ich mit reinem Wasser getauft wurde.
Gott geht jeden Schritt mit mir. Er ist einfach meine Seele. Und Herz und Seele ergeben mich. Ich sehe Gott als meinen Großen Vater an.
Ich weiß, wer mir hilft! Gott tut es!

Ich bin ein Evangelist geworden. Ich bin mit in die Kirche einbezogen worden. Ich habe das Licht des Lebens gesehen. Ich habe meinen „festen Namen“. Bei der Taufe war ich das erste mal auf einer „Bühne“. und ... dass ich fröhlich bin.

Jugendliche schreiben ganz ehrlich, dass die Taufe wenig bei ihnen geändert hat...

Dass ich getauft wurde, ist mir wichtig, weil ich in die Gemeinde eingegangen bin. Es hat sich seitdem zwar nicht viel verändert, aber es ist ein tolles Gefühl. Würde ich jetzt getauft, fände ich es cool.

Durch die Taufe wurde ich in die Gemeinde eingeführt. Die Taufe hat mein Leben nicht besonders beeinflusst. Außer, dass wenn ich gefragt werde, ob ich getauft worden bin, ich JA sagen kann.

Zwei Jugendliche schreiben, was es bedeutet, dass sie als Kinder getauft wurden. Was es bedeutet, dass ihre Eltern für sie entschieden haben, dass sie Christ oder Christin werden...

Dass ich getauft bin, liegt an meinen Eltern, obwohl sich diese Entscheidung natürlich auf mein Leben auswirkt. Durch die Taufe bekommt man etwas wie eine zweite größere Familie.
Vielleicht nicht ganz so intim. Aber trotzdem Schutz und Geborgenheit. Ich glaube, wenn ich mich selbst entscheiden könnte, würde ich wahrscheinlich nach einigem Überlegen dasselbe tun wie meine Eltern.

Mal ist es mir wichtig, und ich finde es gut, dass ich getauft worden bin. Und manchmal denke ich: Warum bin ich getauft? Ich will es doch gar nicht! Durch die Taufe glaube ich, dass Gott mich anerkannt hat!
Aber ich glaube, ich hätte es besser gefunden, wenn ich in einem Alter getauft worden wäre, wo ich dies selbst entscheiden hätte können. Deshalb finde ich es gut, dass es noch eine Konfirmation gibt.

Taufe - Das bedeutet für mich, dass ich bald zur Evangelischen Gemeinde dazugehöre...

Das bedeutet für mich, dass ich bald zur Evangelischen Gemeinde dazugehöre. Man macht viel miteinander. Es macht Spaß. Man singt zusammen und glaubt zusammen an Gott. Es ist schön. Wie eine Familie. Auch das Abendmahl verbringt man zusammen.
Man trifft sich öfter und lernt neue Leute kenne. Man redet zusammen über Gott und Jesus. Und man spendet und denkt an die Leute, die kaum Geld haben.

Das bedeutet für mich, dass ich bald zu der evangelischen Gemeinde dazugehörte und nun einen sicheren Halt habe.
Etwas, was ich hinter mir weiß, wenn ich in Schwierigkeiten bin ohne Hoffnung, am Ende.
Durch die Taufe werde ich in die Gemeinde aufgenommen, in der jeder akzeptiert wird – auch ich.

Eigentlich kann man die Taufe gar nicht mit Worten ausdrücken...

Mir ist das wichtig, dass ich getauft bin, denn so kann ich beweisen, dass ich an Gott glaube.
Und es ist mir so wichtig, dass ich es nicht in Worten erklären kann. Es ist ganz anders, als würde man einen Gegenstand erklären.
Dies ist etwas, was im Herzen ist, und nicht etwas, was man mit Worten erklären kann. Amen