Seenotrettung im Mittelmeer

Unsere Gemeinde unterstützt die Rettung von Menschen auf der Flucht! Die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg ist jetzt offizieller Teil des Bündnisses „United4Rescue – gemeinsam retten e.V.“. So hat es das Presbyterium in seiner Sitzung am 30. April 2020 einstimmig beschlossen. Schon in den vergangenen zwei Jahren hat die Gemeinde mehrfach Spenden für Seawatch gesammelt. Auch ein Benefizkonzert mit Berichten von Aktiven fand in der Johanneskirche statt. Nun werden weitere 500 Euro an „United4Rescue“ überwiesen. Weitere Aktionen sollen folgen. Denn es gilt der Satz: „Man lässt keine Menschen ertrinken – Punkt“.

„Wir schicken ein Schiff“ –

so ist der Titel einer aktuellen Dokusendung in der ARD (Erstsendung am 14.6.20) über das Bündnis „United4Rescue – gemeinsam retten e.V.“, in dem sich auch die EKD als treibende Kraft engagiert. Ein erstes Ziel und Meilenstein ist der Erwerb, die Ausrüstung und Entsendung des „Kirchenschiffs“ Sea-Watch 4 zur Rettung von Flüchtlingen aus Seenot im Mittelmeer.

Ausgelöst von der Berichterstattung über die konkrete Weigerung aller europäischer Staaten an Ostern 2019 Flüchtlinge aus absoluter Seenot zu retten und aufzunehmen, beschloss der Ratsvorsitzende der EKD, Bedford-Strohm, initiativ tätig zu werden. Bei einem Besuch Schiffes Sea-Watch 3 im Juni 2019 entstand die Idee, ein Bündnis mit vielen Partnern zur Entsendung eines solchen Schiffes zu gründen. Auf dem Kirchentag in Dortmund wurde eine entsprechende Resolution verabschiedet und auch auf der EKD-Synode im Dezember 2019 fand dieses Vorhaben eine überzeugende Unterstützung mit 116 Zustimmungen bei 4 Enthaltungen.

Mittlerweile hat das Bündnis 483 Organisationen als Partner, die weit über 1 Millionen € an Spenden gesammelt haben! Anfang des Jahres wurde ein Schiff gefunden und gekauft. Es liegt zur Zeit zur weiteren Ausrüstung in Spanien und soll in diesem Sommer zum Einsatz kommen. Aber auch hier hat Corona den Zeitplan durcheinander gebracht, so dass der erste Einsatz noch bevorsteht.

Dieses Projekt hat innerhalb der EKD zu einigen Diskussionen geführt. Die überwiegende Anzahl waren sehr positiv, aber es gab in der Folge auch Ablehnung und Austritte.

 

Allen Interessierten sei die Dokumentation ans Herz gelegt. Wer sie gesehen hat, weiß spätestens dann, warum die EKD sich so engagiert (https://youtu.be/8DvDXO2cNzY).

Informationen über das Bündnis finden Sie unter https://www.united4rescue.com

 

Ansprechpartner in unserer Gemeinde sind Maria Drenk, die bei Seawatch in der Seenotrettung aktiv ist, sowie Ivo Masanek und Dirk Reckeweg. Kontakt zu allen dreien über ivo.masanek@ekir.de