Die Zukunft unserer Gemeinde
Unsere Mitgliederzahlen sinken rapide – vor allem auf Grund der vielen Kirchenaustritte. Vor sieben Jahren gehörten noch 7000 Menschen zur Gemeinde. Jetzt sind es 5.800 Gemeindemitglieder.
Unsere Kirchensteuern, die uns zur Verfügung stehen, gehen dadurch sehr deutlich zurück. Einsparungen im Haushalt sind unabwendbar.
Zwei Pfarr*innen arbeiten weiterhin mit voller Stelle in unserer Gemeinde: Pfarrerin Mareike Maeggi und Pfarrer Ivo Masanek. In den Ruhestand verabschiedet haben wir Pfarrerin Susanne Beuth und Pfarrer Eckhart Altemüller. Diese Stellen werden nicht wieder besetzt.
Unsere Gebäude sollen wir gemäß Beschluss unserer Landeskirche spätestens ab 2035 klimaneutral betreiben. Dazu muss unser Presbyterium 2027 auf Basis von Prognosen über finanzielle Möglichkeiten, technische Machbarkeit und voraussichtlichen Raumbedarf entscheiden, welche Gebäude langfristig erhalten und treibhausneutral ertüchtig werden – und welche eventuell nicht mehr betrieben werden können.
… und doch sind wir weiterhin eine vielfältige Gemeinde!
Derzeit haben wir Angebote für alle Generationen: zwei Kitas mit fast 100 Plätzen, Kantorei und Kirchenmusikerin, Netzwerk55+ mit über 50 Veranstaltungsformaten und pädagogischer Leitung, Inklusive Arbeit, Jugendarbeit mit Jugendleitung, große Konfijahrgänge mit ca. 50 Konfis, Mitarbeitende im Gemeindebüro, Küsterdienst, Reinigungsdienst … und vor allem sehr viele Ehrenamtliche in den verschiedenen Bereichen.
Das Presbyterium arbeitet an Konzepten, welche Bereiche schwerpunktmäßig erhalten oder ausgebaut werden sollen. Und in welchen Bereichen Einsparungen oder Kooperationen unsere inzwischen reduzierten personellen und finanziellen Möglichkeiten entlasten können.
Neue Wege, die wir gehen:
Neues Gottesdienstkonzept: „Sonntags um 11“ feiern wir in Tersteegenhaus oder Johanneskirche. Die Termine und den Ort finden Sie z.B. im Wegweiser, im monatlichen Newsletter oder unserem WhatsAppKanal. Die Feierabendzeit feiern wir am Fünfzehnten jeden Monats 19:15 bis 19:45 Uhr im Tersteegenhaus.
Wir setzen die Arbeitskraft von Pfarrerin und Pfarrer bewusst ein. Reduziert werden soll die Gremienarbeit, damit Zeit bleibt für Seelsorge, Gottesdienst, Taufen, Trauungen, Beerdigungen, Konfi. Dankbar sind wir für die ehrenamtliche Arbeit unserer ehemaligen Gemeindepfarrer*innen, die jetzt im Ruhestand sind.
Wir wollen Neues ermöglichen. Angebote für junge Erwachsene sind uns wichtig: z.B. Analoger Raum und Freundinnensegen. Neue Formate sind unerlässlich: Mehr-als-Noten-Segen, Präsenz auf dem Südfriedhof am Totensonntag, neue Projekte mit hier+weiter.
Wir kooperieren zunehmende mit der Gemeinde Lindenthal. Beispiele sind gemeinsame Tauffeste mit 30 Taufen und die „Sommerkirche“, ein erstes gemeinsames Konzerte beider Kantoreien sowie Absprachen in Jugend- und Konfiarbeit.
Eine große Veedelsumfrage haben wir im Sommer 2026 durchgeführt. Die Ergebnisse lesen Sie im nächsten Wegweiser.
Das Grundstück in der Rhöndorfer Straße 6 haben wir per Erbbaurechtsvertrag auf 99 Jahre an einen Investor übertragen. Die Jugendwerkstatt, die seit vielen Jahren über den Prozess informiert ist, muss bis 2029 einen neuen Standort finden. Die Einnahmen aus der Erbpacht fließen in unsere Gemeindearbeit und damit auch in unsere diakonischen Projekte.
Den Bereich Fundraising wollen wir weiter ausbauen. Erste erfolgreiche Projekte sind „Himmelsenergie“ und „Schattenspender“. Ausgetretene schreiben wir mit der Bitte an, sich weiterhin finanziell an Gemeindeprojekten zu beteiligen.
Unser Leitbild:
Unser Presbyterium hat auf seiner Klausurtagung 2026 diese Leitbild erarbeitet:
Wir sind
als Gemeinde – erkennbar und sichtbar
im Veedel – für die Menschen in ihrer Vielfalt
mit allen Menschen gemeinsam – auch in Kooperationen
unterwegs – wir verändern und entwickeln uns dabei kontinuierlich weiter
und orientieren uns sichtbar an christlichen Werten – wir positionieren uns auf dieser Grundlage in der Gesellschaft.
Vieles ändert sich! Wie gut, dass viele Menschen mitgestalten. Im Vertrauen darauf, dass Gott unsere Gemeinde mit seinem Segen in die Zukunft begleitet.
Diesen Text verfasste Pfarrer Ivo Masanek, Vorsitzender unseres Presbyteriums, am 01.11.2026

