Einführung des neuen Presbyteriums

Sonntag, 16.8., werden auch die ehemaligen Presbyter/innen verabschiedet: 11 Uhr, in der Johanneskirche.
Eigentlich sollte die Einführung schon im März stattfinden. Aber dann kam Corona dazwischen. Jetzt wird das neue Leitungsgremium unserer Gemeinde am 16. August in einem Gottesdienst eingeführt. Die Aufstellung der neu gewählten Presybterinnen und Presbyter finden Sie hier.

Zugleich werden in dem Gottesdienst die ehemaligen Presbyterinnen und Presbyter verabschiedet. Die Gemeinde ist ihnen allen zu sehr großem Dank verpflichtet. Alle haben sich mit viel Einsatz ehrenamtlich engagiert und mit viel Fachkenntnis ihre Fachbereiche mitgestaltet.

Zu dem Gottesdienst, den alle Pfarrerinnen und Pfarrer mitgestalten, sind alle herzlich eingeladen. Wenn das Wetter es zulässt, stoßen wir hinterher im Freien mit kühlen und heißen Getränken mit den aktuellen und ehemaligen Presbyterinnen und Presbytern an.

Seenotrettung im Mittelmeer

353 Menschen aus Seenot gerettet. Die erste Mission unseres Bündnisschiffe geht erfolgreich zu Ende. Bitte lesen im „Logbuch“ der Sea-Watch 4. Sie finden es hier: https://www.united4rescue.com/logbuch

Unsere Gemeinde unterstützt die Rettung von Menschen auf der Flucht! Die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg ist seit April 2020 offizieller Teil des Bündnisses „United4Rescue – gemeinsam retten e.V.“. Denn es gilt der Satz: „Man lässt keine Menschen ertrinken – Punkt“. Eine sehr gute ARD-Reportage über das „Kirchenschiff“ finden Sie hier – https://youtu.be/8DvDXO2cNzY. Ansprechpartner in unserer Gemeinde sind Maria Drenk, die bei Seawatch in der Seenotrettung aktiv ist, sowie Pfarrer Ivo Masanek und Presybter Dirk Reckeweg. Kontakt zu allen dreien über ivo.masanek@ekir.de

 

 

 

Erste Gottesdienste an Pfingsten: Berichte und Fotos

Am Pfingstsonntag fanden die ersten Präsenzgottesdienste in unserer Gemeinde statt. Hier sehen Sie Fotos aus dem Tersteegenhaus (von Fotografin Uta Wagner) und lesen einen Bericht aus dem Tersteegenhaus (von Presbyterin Sophie Schäfer).

 

Elf lange Wochen waren unsere Kirchenhäuser bis jetzt für Gottesdienste verschlossen. Zwar tat sich in diesen Wochen viel: Es wurden Andachten und Kindergottesdienste gedreht, die „Gottesdienste To Go“ geschrieben und aufgehängt, die Beatmesse live gestreamt und vieles mehr. Aber die Türen der Kirchen blieben doch für den Großteil der Gemeindemitglieder verschlossen, und die Teilnahme an unseren Gottesdiensten war nur über das Internet oder die Briefe mit den Andachten möglich.

Am Pfingstsonntag öffneten sich wieder diese Türen. Ich selbst besuchte den Gottesdienst in der Johanneskirche.

Gerade die Älteren unter uns kamen, aber auch der erste neue Konfirmand. Sorgfältig wurden die Hygienemaßnahmen umgesetzt und ein jeder wurde von Thomas Herse höchstpersönlich im ausreichenden Abstand im Kirchenraum platziert. Schon bald tönte in gewohnter Weise von der Empore das fröhliche Orgelspiel von Eva-Maria Förster, und Mareike Maeggi und Ivo Masanek zogen zum Altar. Gewöhnungsbedürftig war so einiges: der Anblick von Pfarrerin und Pfarrer mit Schutzmaske (allerdings konnten die Masken im Altarraum abgelegt werden), das Mitsummen der Lieder (wo man sich ertappen musste, dass man nicht doch die bekannte Zeilen intonierte), das Fehlen des Abendmahles und die Abwesenheit gerade auch der vielen Familien, deren Kinder mit Lachen und auch mal Weinen die Gottesdienste beleben.

Auf der anderen Seite war die Gemeinde nach so langer Zeit endlich einmal wieder in einem Gottesdienst vereint, und es wehte der von Mareike Maeggi beschworene „Geist der Freude“, der Geist von Pfingsten durch den Kirchenraum. So freue ich mich über dieses erste schöne Zusammensein und hoffe und vertraue darauf, dass wir auch die nächsten Sonntage wieder beisammen sein und Gottesdienst halten dürfen, nicht zuletzt in der gewohnten Buntheit unserer schönen Gemeinde.

Nach dem Shutdown durch die Covid-Pandemie, wird am 31.5.2020 der erste Gottesdienst im Teerstegenhaus unter strengen Auflagen gefeiert, (c) uta Wagner

Gottesdienst To Go – Jede Woche neu!

An Wäscheleinen hängen sie in ausgedruckter Form am Tersteegenhaus und an der Johanneskirche. Viele gehen dort vorbei und nehmen sich einen Gottesdienst To Go mit nach Hause. So kann jede/r für sich Gottesdienst feiern – und doch sind wir miteinander verbunden. Vielleicht kennen Sie jemanden, der sich freut, wenn ihm der Gottesdienst To Go ausdruckt und zugesandt wird. Wenn Sie diesen Wunsch an das Gemeindebüro weitergeben, senden wir die Andacht gerne zu. Den Gottesdienst To Go finden Sie hier:

Den Gottesdienst To Go ab dem 14.6. finden Sie hier:

Außerdem laden wir zum gemeinsamen Gebet ein. Unsere Glocken läuten auch weiterhin täglich um 12 Uhr mittags und um 19:30 Uhr abends zusammen mit den Glocken von St. Nikolaus, St. Bruno und St. Karl-Borromäus. Außerdem am Sonntag zur üblichen Gottesdienstzeit am Tersteegenhaus um 9.30. Wir laden Sie ein, das Glockengeläut als Anlass zu nehmen zu beten, indem Sie ein Vaterunser beten oder beten
für Kranke,
für Gefährdete,
für Besorgte,
für medizinisches Personal,
für Eltern von Kita- und Schulkindern,
für Existenz bedrohte,
für Einsame,
für die, die in Vergessenheit geraten,
für uns alle,
für Mitmenschlichkeit,
für Nähe trotz notwendiger Distanz …

 

Beatmesse – im Livestream – 21. Mai , 11 Uhr

Wir feiern auf jeden Fall ökumenische Beatmesse an Christi Himmelfahrt 2020! Über die Beatmessen-Homepage können sich alle Interessierten online reinklicken und mitfeiern www.beatmesse.de – an Christi Himmelfahrt, Donnerstag 21. Mai 11 Uhr. Diethard Zils wird live aus Mainz zugeschaltet. Die Johanneskirche ist an dem Tag für die Öffentlichkeit nicht geöffnet. Alle sind eingeladen, online mitzufeiern.

Der „Bergische Jung“ Willibert Pauels, der als Kabarettist, Büttenredner und Diakon aktiv ist, predigt dann zum zweiten Mal in der Johanneskirche. Biblisch-theologische Gedanken würzt er mit Erfahrungen aus dem Alltag, die zum heiteren Lachen anregen. Das Motto lautet: Die Himmel auf Erden! Es geht um himmlische Erfahrungen an Christi Himmelfahrt. Um Erfahrungen mit der Zeit, dem Himmel und der Ewigkeit: Wo ist uns Gottes Himmel auf Erden schon begegnet ? Wo sehnen wir ihn noch herbei? Was trägt uns in dieser „Corona-Zeit“? Und was erwartet uns nach diesem Erdenleben? In ökumenischer Verbundenheit wirken mit Dominikanerpater Diethard Zils und Pfarrer Ivo Masanek. Für mitreißende Musik sorgt die große Band RUHAMA.

 

 

 

Leserbrief zum Reformationstagsgottesdienst im Tersteegenhaus

Anmerkungen zur Feier des Reformationstages im Tersteegenhaus
aus der Perspektive eines katholischen Christen

Vor jedem Sonntag überlege ich mir, in welcher Gemeinde ich den Sonntags-Gottesdienst
mitfeiern möchte. Beim Sonntags-Frühstück am 31.10. hörte ich zufällig den Choral „Eine
feste Burg ist unser Gott“. Da wusste ich, dass ich auf jeden Fall, heute am Reformationstag,
den Gottesdienst einer Evangelischen Gemeinde besuchen wollte und fand ihn als einen
Akzente-Gottesdienst im Teersteegenhaus, betitelt: „Marie zu Ehren…“Gottesdienst zum
Reformationstag. Zur Erinnerung an die Theologin und Lehrerin Dr.Marie Veit (1921-2004).

Der äußere Grund für meine Wahl war die Tatsache, dass Marie Veit die Patentante meiner
Ehefrau gewesen ist. Der innere Grund war: Mir wurde bewusst, dass meine Veränderung der
Kirche gerade heute von existentieller Bedeutung ist. Ich spürte eine innere Zufriedenheit,
eine fast beglückende Erinnerung, dass es vor gut 500 Jahren einen mutigen Mann gab, der
sich mit seiner Kirche und den Papst angelegt hat, um Veränderungen in Gang zu bringen.
Ich dachte bei mir, genau solch einen Mann oder solch eine Frau braucht es auch heute, um
die Ausrichtung christlichen Glaubens wieder deutlicher am Evangelium zu orientieren.
Da diese Aufgabe sich allen Kirchen gleichermaßen stellt, sollte sie mit der vollen Kraft einer
gelebten Ökumene angegangen werden.

Die Begrüßung von Pfarrerin Kurbjeweit bestätigte meine Überlegungen mit dem Hinweis,
dass der Reformationstag daran erinnert, dass die Kirche sich immer verändern muss.
Gleichzeitig erschloss sich mir der Kontext mit dem gewählten Akzent des Gottesdienstes
„Marie zu Ehren…“Dorothee Sölle nannte Marie Veit eine „Agentin der Veränderung“

Der Satz „Ecclesia semper reformanda est!“ war mir bereits im Religionsunterricht begegnet.
Dieser Satz wird neben Martin Luther gleich mehreren Theologen in den Mund gelegt.
Auch Papst Franziskus spricht davon, dass sich die Kirche verändern muss. Vor rund 60
Jahren eröffnete Johannes XXIII. Das zweite Vatikanische Konzil, indem er die Fenster der
Konzilsaula mit den Worten aufriss „Es wird Zeit, dass frische Luft in die Kirche kommt.“

Mir erscheint die Feststellung von Roger Schutz dem Gründer von Taize, heute bedrückender
denn je, dass die Spaltung der Christenheit ein großer Skandal ist. Die Frage bleibt, wie diese
Spaltung überwunden werden kann. „Theologie muss von unten kommen“ lautet ein Buch
von Marie Veit (Peter Hammer Verlag, 1991) und ein wichtiger Satz darin: „Die Gemeinde ist
das Subjekt der Theologie.“ Daher denke ich, dass die persönliche Begegnung von Menschen,
die versuchen, ihr Leben an Jesus Christus zu orientieren, an dem Ort, an dem sie leben, mehr
für ein Miteinander bewirkt als thelogische Diskussionen von Kirchenfunktionären.
Die Zeit, in der in festen konfessionellen Kategorien gedacht wurde, sollte zu Ende sein!

In diesem Anliegen, so ist meine Erfahrung, ist sich eine Vielzahl von aufgeschlossenen
Christen einig! Marie Veit sagt ihren Schülerinnen: „Die Kirche ist das Haus, in dem der
Glaube wächst. Vergessen Sie das Haus!“
Ebenfalls beeindruckt ihr tiefgründiger Satz:“Wer noch nie katholisch werden wollte, ist
noch nicht richtig katholisch!“ Vielleicht geht es darum, aus der eigenen Kirche
herauszutreten, ohne aus ihr auszutreten, aber beim Verlassen oder Vergessen des Hauses
gemeinsam im Licht des Evangeliums Jesus zu begegnen und ihm zu folgen.
Heijo Heidemann

 

Interview: Seelsorge in Corona-Zeiten

Die Einführung von Pfarrerin Mareike Maeggi in unserer Gemeinde musste verschoben werden. Am 21. März 2020 gab sie zu diesem und weiteren Themen ein Interview im Domradio. Das Interview ist HIER nachzulesen.

Und hier der kann man sich das Interview anhören.

Aktuelles aus der Gemeinde – Stand 22. April

Jeden Sonntag feiern wir in beiden Kirchen wieder zu den gewohnten Zeiten Gottesdienst: 9.30 Uhr im Tersteegenhaus und 11:00 Uhr in der Johanneskirche. Sie brauchen sich dazu nicht anzumelden. Bitte bringen Sie eine Mund-Nase-Maske mit sowie einen Zettel mit Namen, Telefon und Adresse. (Diese Zettel dienen ggf. zur Nachverfolgung von Infektionsketten und werden nach vier Wochen vernichtet.) Unsere Hygieneregeln für die Gottesdienste finden Sie hier.

Eine Übersicht über alle Gottesdienste in den nächsten Wochen finden Sie hier.

Der wöchentliche Gottesdienst To Go hängt an Tersteegenhaus und Johanneskirche an Wäschleinen zum Mitnehmen aus. Sie können ihn auch hier anklicken.

Video-Gottesdienste bieten wir ab Juli immer am ersten Sonntag im Monat auf dieser Homepage an. Alle Videos finden sie hier.

Kindergottesdienst-Videos gibt es am ersten (28.6.) und am letzten Sonntag (9.8.) der Sommerferien. Dazwischen macht das Kigo-Team Sommer-Pause. Am 16. August geht es dann mit Präsenz-Kigos an der Johanneskirche weiter: Für alle Kinder von 3 bis 11 Jahre. Sonntags um 11 Uhr. Wir feiern Open-Air oder im großen Saal. Ihr braucht Euch nicht anzumelden. Bitte bringt einen Mund-Nase-Schutz mit. Alle Kindergottesdiensttermine gibt es hier.

Schließlich laden wir ein, Fürbitten für die Videogottesdienste beizutragen. Schicken Sie Ihre Fürbitte an Pfarrerin Mareike Maeggi per Mail mareike.maeggi@ekir.de oder analog in den Briefkasten in der Emmastraße 6. Die Fürbitten sollen dann Eingang finden in einen der nächsten Videogottesdienste. Wenn Sie Lust haben, die Fürbitte auch selbst zu sprechen, melden Sie sich gern bei Pfarrerin Maeggi.

Seien Sie gut behütet!
Ihre Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg

Videos mit (Kinder-) Gottesdiensten

Gedenkgottesdienst, 14.3., 18 Uhr, St. Nikolaus

Gedenkgottesdienst „ZuFlucht. Auf dem Weg der Hoffnung“ Samstag, 14. März 2020, 18.00 Uhr in St. Nikolaus in Köln-Sülz

Keine Flucht ist ohne Hoffnung. Flüchtende hoffen auf eine bessere Zukunft. Fluchtwege sind jedoch Wege des Leids, manche enden mit dem Tod. Das Mittelmeer als Grab, der nicht endende Krieg in Syrien, überfüllte Lager und Erzählungen über verzweifelte Menschen legen davon Zeugnis ab. Mit einem Gottesdienst in ökumenischer Weite möchten sich christliche Gemeinden aus Sülz und Klettenberg gegen schleichende Gleichgültigkeit und Gewöhnung stellen. Versammelt um das Lampedusakreuz, hergestellt aus angeschwemmten Schiffsplanken von Fluchtbooten, werden Scham und Trauer zugelassen, aber auch Verantwortung und Solidarität widergespiegelt.

Im Zentrum steht ein Totengedenken für die Menschen, die auf dem Weg der Hoffnung gestorben sind. Sie nicht zu vergessen, Ihnen einen Namen und ein Gesicht zu geben, ist ein besonderes Anliegen. Dabei kann der Glaube Zuflucht sein, der Quelle der Hoffnung auch im Totengedenken ist.

Der Gottesdienst wird durch eine Ausstellung mit Bildern des Fotojournalisten und ARD Korrespondenten Martin Gerner sowie Gemälden Geflüchteter begleitet. Im Anschluss eröffnen Gespräche mit geflüchteten Menschen, mit haupt- und ehrenamtlich Engagierten und mit Mitmenschen, die sich nicht in der Gleichgültigkeit einrichten wollen, Wege aus der Betroffenheit ins Tun.

Unter den Gästen sind u.a.: Christel Neudeck (Cap Anamur), Johannes Gaevert (Seebrücke), Maria Drenk (Seawatch), Claus Ulrich Prölß (Kölner Flüchtlingsrat), Stephan Grünewald (rheingold Institut), Hannelore Bartscherer (ehm. Katholikenausschuss), Verena Tröster (domradio), der internationale Chor „Colors of Cologne“, das Internationale Caritas-Zentrum und verschiedene Flüchtlingsinitiativen. Verbundenheit und Solidarität in der Menschheitsfamilie sollen gemeinschaftlich gestärkt werden. Ein letztlich vertrauender und hoffnungsvoller Grundton soll die Veranstaltung prägen.

Wir entscheiden, was wir für Menschen sein und in welcher Welt wir leben wollen!

Weitere Infos:
Claudia Grunwald
01 79 – 5 46 99 11
grunwald.claudia1@gmail.com